Donnerstag 28. Februar 2013, 05:33
Danke für eure frundlichen Komentare. Da diese Rückblenden so
gut ankommen , werde ich mir da noch einiges überlegen.
Doch jetzt schauen wir wie es mit Gustav weiter geht. Und hier möchte
ich mich auch noch einmal für die sehr schönen Feuerwehrmods von
Blaulichtschrauber und Christian 2002 bedanken. Ohne die wäre dieser
Rückblick nur bedingt und lange nicht so abwechslungsreich möglich
gewesen.
Doch Gustav gab nicht auf. Er putzte Türklinken , sammelte und bettelte sogar
hier und dort und er schaffte es , auch Dank der Gemeinden die etwas beisteuerten ,
den Verlust des Busses zu ersetzten. Auch Dank eines Freundes , Sepps Vater ,
der bei VW arbeitete und ihm sehr gute Konditionen beim Kauf geben konnte. So
konnte er einen Käfer und einen Bulli erstehen und die Freiwillige Feuerwehr war
in nur 3 Monaten wieder einsatzbereit.

Beim ersten Wagen hatten sie es versäumt ihn weihen zu lassen. Doch das taten sie
bei den beiden neuen und hofften dabei , dass der Heilige Florian seinen Schutz über
die Fahrzeuge und die Männer kommen lies.

Gustav hatte zwischenzeitlich geheiratet und führte ein glückliches und zufriedenes
Eheleben. Wie es sich für die damalige Zeit gehörte , wollten die beiden auch Kinder
haben. Und auch dieser Wunsch ging in Erfüllung. Als die Wehen einsetzten fuhr
Gustav seine Frau ins Krankenhaus und war bei der Geburt seines Sohnes Daniel dabei.

Durch das Glück einen Sohn bekommen zu haben noch mehr angespornt baute er seine
Spedition immer weiter aus.

Auch die Busse wurden aufgestockt und deckten den kompletten Nahverkehr um Landkreis ab.

Er arbeitete immer noch sieben Tage die Woche , nahm sich aber doch immer wieder Zeit
für seine Familie und natürlich seine Leidenschaft , die Feuerwehr. Er wollte sie natürlich ,
so wie seine Firma , auch immer besser und schlagkräftiger machen. So hörte er sich um
und bekam Nachricht , dass die nächste große Stadt , die eine Berufsfeuerwehr hatte ,
einen alten Löschwagen ausmustert. Gleich fuhr Gustav hin und kaufte den alten Mercedes
günstig ab.

Seine Männer waren ganz aus dem Häuschen. Endlich hatten sie einen richtigen Löschwagen.
Alles wurde inspiziert ,genauestens unter die Lupe genommen und natürlich geübt.

Und das Geschäft lief weiter. Auch die Milchabholung nahm größere Formen an auf die
Gustav mit einem größeren Tankwagen reagierte.

In den Jahren lernte er eine Menge Leute kennen. Darunter auch die Männer anderer
Feuerwehren. Als dann ein großer Festtag ein paar Orte weiter , wo das Dorf mit einem
kleinen Industrie Gebiet direkt am Wasser lag , anstand , fuhr die gesamte Freiwillige
Feuerwehr , mit ihren Einsatzfahrzeugen hinüber.

Die Gemeinde hatte beschlossen etwas neues anzuschaffen was ihrer Feuerwehr
die Arbeit erleichtern sollte.

Und so wurde an diesem Tag das erste Löschboot im Landkreis eingeweiht.

Natürlich wollten die Jungs zeigen was sie für ein tolles Gerät hatten und zündeten ,
zur Vorführung ein Auto , das gute 50 Meter vom Ufer entfernt stand , an.

Dann wurde das Martinshorn eingeschaltet , die Blaulichter flammten auf und das
Boot brauste in einem Bogen über den Fluss zur Brandstelle.

Die Zuschauer schauten gebannt zu. Etwas skeptisch ob die Entfernung nicht zu
weit gewählt worden war. Doch als die Rohre ausgerichtet waren und die Pumpen
liefen sahen sie , dass das Boot noch viel weiter spritzen konnte. Die Wassermassen
aus den beiden Düsen löschten das , vollständig brennende Auto binnen Sekunden.

Wie gut der Zeitpunkt der in Dienststellung gewählt war konnte zu dem Zeitpunkt
noch niemand wissen.